Die Moldau (rumänisch: Moldova) ist eine historische Region im Nordosten Rumäniens und grenzt im Osten an die Republik Moldau, die jedoch in etwa auf dem Gebiet der historischen Landschaft Bessarabien liegt. Die Moldau Region wird von den Europäischen Reisende leich mit Moldavien (Republik Moldau) verwechselt, eine ehemalige Sovietrepublik, die am Ende des 2-ten Weltkrieges von Rumänien zu gunsten der damaligen Sovietunion verloren wurde. Um die in Rumänien gelegene Region Moldau von der Republik Moldau zu unterscheiden, wird sie manchmal auch als Westmoldau bezeichnet. Umgangssprachlich wird heute in Rumänien dieses Gebiet immer noch als „Moldova“ (deutsch: Moldau; ungarisch: Moldva) bezeichnet, wobei oft (bzw. meistens) die Bukowina nicht mitgerechnet wird.

Die westliche Moldau grenzt im Norden an die Bukowina und im Osten mit dem Fluss Pruth an Bessarabien (Ostmoldau bzw. die heutige Republik Moldau, mit der die Westmoldau bis 1775/1812 zusammen das Fürstentum Moldau bildete). Das Herza-Gebiet liegt seit 1944 in der Ukraine. Im Westen bilden die Karpaten die Grenze zu Siebenbürgen, im Süden bilden die Flüsse Milcov und Siret die Grenze zur Walachei. Die berühmten zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Moldauklöster befinden sich hauptsächlich im historischen Herrschaftszentrum des ehemaligen Fürstentums Moldau in den Kreisen Suceava und Neamț, dem auch als Bukowina bezeichneten Landteil.

Die Westmoldau war der nördliche Teil des rumänischen Altreiches und umfasste die ehemalige Bezirke: Dorohoi (samt dem Herza-Gebiet), Botoșani, Suceava (später: Fălticeni), Neamț, Iași, Roman, Vaslui, Fălciu, Bacău, Tecuci, Tutova, Vrancea und Covurlui. Die Fläche dieser Region beträgt 38.224 km².

Eine der wichtigsten und sehenwertesten Städte der Moldau ist Iasi. Iași (deutsch Jassy, veraltet Jassenmarkt) ist eine Universitätsstadt im Nordosten Rumäniens in der Region Moldau und die Hauptstadt des gleichnamigen Kreises. Historisch war sie die wichtigste Stadt des Fürstentums Moldau. Iași hat 279.404 Einwohner und ist somit eine der größten Städte Rumäniens und gilt für die Moldad als unofizielle und kulturelle Hauptstadt. Viele rumänische Persönlichkeiten und Künstler lebten, studierten oder arbeiteten hier.

Ein gut ausgebautes und neu renoviertes Strassennetz führt durch die Moldau. Der nördliche Teil der Gegend ist viel interesanter für Motorradfahren, wegen der mild – hügelligen Landschaft, den alten Markstädte entland der westlich liegenden Karpaten und der traditionellen und hervorragenden einheimschen Küche.

Galati liegt in der süd-östlichen Ecke der Moldau, und ist ein Ausgangpunk zum Donaudelta und der Dobrutscha. Galați liegt am linken Ufer der unteren Donau. Wenige Kilometer flussaufwärts mündet der Sereth in die Donau. Etwa elf Kilometer nordöstlich der Stadt befindet sich die Grenze zur Republik Moldawien. Besondere Bedeutung erlangt Galați durch seinen Hafen, der als der bedeutendste Binnenhafen des Landes gilt. Er wird als Kriegshafen genutzt und ist der letzte Umschlagplatz vor dem Donaudelta. Es gibt einen regelmäßigen Fährverkehr ans rechte Donauufer nach I. C. Brătianu, richtung Tulcea und somit zur Donaudelta.

Die Vrancea Gegend liegt im Süden der Moldau. Vrancea ist ein Kreis (rumänisch Județ) mit der Kreishauptstadt Focșani. Der Kreis Vrancea grenzt im Norden an den Kreis Bacău, im Nordosten an den Kreis Vaslui, im Osten an den Kreis Galați, im Südosten an den Kreis Brăila, im Süden sowie im Südwesten an den Kreis Buzău und im Westen an den Kreis Covasna. Die hügellige und bergige Landschaft des Kreises ergibt eine der besten Offroad und Enduro Zielorte für Motorradfahrer, die mal abseits der Strassen fahren.

Die Region Moldau zählt sowohl wegen ihrer geographischen Randlage als auch wegen der strukturschwachen angrenzenden Länder (Ukraine, Republik Moldau) zu den ärmsten Regionen des Landes. Die hier lebenden Menschen hängen sehr stark an dem Rumänischen Ortodoxismus, und das kann man sehen in den zahlreichen neugebauten Kirchen – fast jedes Dorf hat zumindest eine neue Kirche – oder mehrere im Bau.

Leute sind sehr Gastfreunlich, und obwohl vielleicht Hotelauwahl und Touristeninfrastruktur mal fehlen (vor allem im Süden und Osten der Gegend) kann eine Reise durch die Moldau einem viel bringen – es ist auch eine Zeitreise, aber auch eine Ernüchterung- ein Armer aus dem Westen ist lange noch nicht so arm wie ein Armer in Moldavien – das Landteil Moldau ist schwer zu beschreiben, aber schön zu besuchen.