Straßen –kategorie Totale Km in Rumänien Schild
Autobahn 312,166 km a1
Nationalstraßen 15.679,858 km 15
Kreißtraßen 34.668 km 100a
Kommunale Straßen 27.781 km 169
Straßen in Städten 22.328 km
Straßen in Dörfer 97.660 km
Um die Autobahnen und Nationalstraßen in Rumänien mit einem Pkw/Laster etc benutzen zu dürfen, muß eine Vignette (rovinietă) erworben werden. Falls die Vigniete fehlt, dann ist man einer Geldstrafe ausgesetzt.

Tipp: Motorräder zahlen keine Vigniete in Rumänien!

Es existieren mit der A1 und A2 zwei Autobahnen in Rumänien, doch sind weitere in Planung, um das Land stärker an die übrige EU anzuschließen. Die A1 verläuft zwischen Bukarest und Pitești (ca. 113 km), soll aber entlang der Linie Pitești, Sibiu, Deva, Timișoara und Arad bis nach Ungarn verlängert werden. Die A2 verbindet Bukarest über Fetești mit Constanța (ca. 225 km).

Im Gegensatz zu den relativ gut ausgebauten Autobahnen (Tempolimit: 130 km/h) sind die übrigen Straßen – auch die Europastraßen – in einem größtenteils schlechten Zustand, seit 2007 jedoch werden sehr viele Straßen ausgebaut und/oder renoviert. Auf der Hauptverbindung zwischen Ungarn und Bulgarien (Europastraßen E 68, E 70, E 81 Szeged (Ungarn)–Arad–Deva–Sibiu–Bukarest–Ruße (Bulgarien)) ist eine maximale Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 bis 60 km/h möglich.

Die Hauptstraßen führen meist direkt durch Ortschaften, in denen es häufig vor Schulen und Zebrastreifen Bremßchwellen gibt. Auch neu asphaltierte Straßen sind aufgrund der Hitze des Sommers oft sehr wellig, was zum Aufschaukeln führt.

Was Kraftstoff angeht : das rumänische Tankstellennetz ist gut ausgebaut. Auf Nationalstraßen sind die Zapfsäulen meist rund um die Uhr geöffnet. Daneben gibt es zahlreiche Raststätten und Mini-Markets, die immer geöffnet haben. Tankstellen nach dem westlichen Vorbild (und westliche Firmen- so wie z.b Agip oder OMV) sind immer häufiger anzutreffen, dort kann man auch meistens mit Kreditkarte und Pin Code zahlen. Es ist klug, im Voraus danach zu fragen, um sicher einen unerwünschten Lauf zum Bankomat zu sparen, falls der POS oder das Internet bei der Tankstelle mal nicht mitspielt.Bleifreies Benzin von jeder Sorte (95 oz, 98 oz, 100 oz) ist ebenfalls landesweit zu haben.

Sprittpreise liegen z.zt. bei etwa 5,80 -6,00 Lei – also umgerechent ungf. 1,34 e. Preise schwanken kaum merkbar von Tankstelle zu Tankstelle.

Tanken sollte man auf alle Fälle rechtzeitig da der Spritverbrauch mit unter stark schwankt wegen dem Fahrstill den einem die Straßen und die Mitfahrer einwirken.

Geldwechsel immer für 1-2 Tage im Voraus machen, denn man kann mit Kreditkarte nicht bei jedem Restaurant oder bei jedem beliebigen Wurstladen zahlen.

Tipp: Wenn es um kleine Angelegenheiten geht, die man erledigen muß (Saft oder Zigaretten besorgen, eine Panne im Rad verbeßern, Handykartei neu aufladen, Aspirin oder Kondome braucht, u.s.w) , machen sie daß beßer in möglich kleinen Orten, dort ist der Straßenverkehr gering, jeder kennt jeden, Läden, Shops, Tankstellen, Bankautomat, Apotheke und Postamt liegen meistens auf einer einzigen Straße angereiht. Großstädte sind nicht so gut dafür, sei es sie übernachten in einer und besuchen Abends die Fußgängerzonen.

2.Fahrweise und Verkehrsbedingungen.

Rumänien ist leider NICHT mit den besten Straßen Europas ausgestattet. Mann kann gute bis schlechte Strecken finden, Schlaglöcher und Schotter. Aber die abgelegenen Strecken und Bergstraßen, sind manchmal viel beßer als die stark befahrenen und manchmal verstauten Hauptstraßen.

Schwerer Verkehr und Internationaler Verkehr geht meist in West- Ost Richtung durch daß Land , über ein paar manchmal stark verstauten Strecken. Beßer zu vermeiden , weil sie nicht immer durch die schönsten Landschaften ziehen. Zum Beispiel der südliche Karpatenbogen wird an 2 Stellen vom E – Straßen durchquert,(das Jiu Tal bei Petrosani bis zu Tirgu Jiu) und das Olt Tal (von Sibiu nach Pitesti) daß heisst Kleinautos und Lastwagenkolonnen ohne Ende. Z.b.auf den Transfagarasan oder die Transalpina kommen die da nicht hoch, wegen den Steilen Kurven sind diese Strecken Motorradrevier vom feinsten.

Großstradtverkehr gibt es, aber mit ein wenig geduld und mit ruhiger Hand kommt man durch, ist auch Teil einer großen Tour. Und Bikes kommen immer beßer voran durch Stadtverkehr als ein Wagen.

Kfz- und Lastwagenfahrer sind nicht so brav und diszipliniert wie in anderen Länder Europas. Manche “sehen” Bikes nicht, und mann muß vorsichtig fahren. Aber wer sich selbst als “unsichtbar” einstuft und demnächst mit Vorsicht fährt, kann sich Herzklopfen und Unfälle sparen. Beim Wandern und Reisen mit den Motorrädern durch Rumanien, kommt safety first und ihr seid zum Erleben und Erfahren da, nicht für irdengeine Geschwindigkeitsmeisterschaft oder ein F1 Rennen. In DE habt ihr ja die “kein Tempolimit” A-bahnen, da kann einer sicherer und legal mit 260 Sachen “fliegen”.

Geschwindigkeit sollte immer den Strasenbedingungen angepaßt warden.

In Rumänien ist Helm Pflicht, für Bikefahrer und Sozius/a.

In Rumänien ist es Pflicht, daß Bikes mit Scheinwerfer fahren.

Verkehrsregeln sind die gleichen wie in ganz Europa.

Thema Gruppenfahrt:

Respektiere Deinen Tourenkumpel, auch wenn er nicht Deine Fahrweise hat und die PS-Zahl seines Gefährts weit unter Deiner liegt. Die „Sau rauslassen“ kann man, auf bestimmten Passagen und auf eigener Faust. In der Gruppe fügt man sich gut ein, wenn man auch mal Rücksicht übt.

Mann sollt nicht durch ein Land durchrasen, 90% der Sehenswürdigkeiten bleiben so dem Motorradfahrer auf Reise verstohlen. Großmuttertempo ist auch nicht erwünscht, langweile tritt an, und wir haben doch Motorräder unter dem Allerwertesten, keine Kinderwagen. In Rumänien ist lagel 50 kmh in Städten und Dörfer Vorschrift, 90 kmh auf Nationalstraßen und 130 kmh maximal auf den wenigen Autobahnen die es gibt, zugelassen. Ein Tempo 70 -90 kmh über Berg und Tal kann man ruhig fahren, angemeßen den Lokalen Bedingungen. Polizei steht auf Lauer, aber denen werden wir keine Strafgelder zahlen! Wenn es mal doch einen Strafzettel gibt, kein schmollen und leider heist es zahlen. In Rumänien zahlt man entweder beim Polizisten auf der Straße, oder beim Postamt oder beim nächsten Ratshaus. Jeder Strafzettelbetrag ist mit 50% kleiner wenn man ihn in den ersten 24 h zahlt. Betraghöhe der Strafgelder sind viel geringer als im restlichen Europa. ZB 80 lei (nicht mal 20 euro) für 67 kmh in der 50-ger Zone, zahlbar in 24 h.

3.Motorradfahren und fortbewegung auf rumänische Straßen haben ein paar Hacken:

Die Straßen – egal ob National oder Kommunal, Autobahn oder Schotter piste – können äußerst tückisch werden, der Belag kann ohne Vorankündigung wechseln, Schlaglöcher, Sandpassagen treten meist da auf wo sie nicht vermutet werden.

Immer mehr als ausreichend Abstand halten vor allem wenn andere Fahrzeuge vor einem fahren.

Während der Nacht ist es warm empfohlen NICHT zu fahren, und wenn es nun mal sein muß, dann mit ganz großer Vorsicht.

Straßenschilder und Verkehrszeichen sind nicht immer mit Lichtreflexmaterial beschichtet.

Wenn sie Nachts fahren, dann folgen sie der Mitte der Straße, und auf keinen Fall Gas geben.

Beim Überholungsmanöver, zügig durchfahren, nicht an der Seite bleiben, der Fahrer kann sie nicht sehen, und ist auch nicht an Motorräder gewöhnt (oder haßt sie und gibt dann selbst Gas, um etwas zu beweisen).

Bei Tieren und Pferdegespannen, langsam fahren und in einem weiten Bogen umgehen.

Auf Dörfern gibt es um 18-19 Uhr manchmal der “Rinderstau”, d.h Rinder kommen aleine von der Weide nach Hause.

Die Tiere können unerwartet die Spur wechseln oder spontan ausbrechen. Vorsicht und Abstand davon! Ein ausgewachsenes Rind oder Pferd hat 300-500 kg, und kann sehr schnell sein!

Hunde, Hühner und auch Kinder können in ruralen Gegenden einem plötzlich vor dem Bike erscheinen.

Schaf oder Ziegenherden die die Straßen frei überqueren sind nicht selten, und wo immer eine Herde ist, da gibts auch die Hunde, den Hirten und den Esel dazu.

Bei Regen oder naßer Fahrbahn besondere Vorsicht – man weiß nie wie tief eine Pfütze ist.

Bei nassen Feldwegen wenn nicht anders möglich immer durch die Mitte der Pfütze durch (dort ist weniger Schlamm).

Manche Straßenzeichen die auf dem Asfhalt angemalt sind (Streifen, Zebrastreifen etc) sind mit rutschiger Weißfarbe hergestellt, also Vorsicht beim Bremsen und bei naßer Straße.

Rumänen am Steuer können die Geschwindigkeiten von Motorrädern schlecht einschätzen, deshalb Aufpaßen beim abbiegen und einordnen.

Manche Autofahrer denken daß Biker entweder verboten sein sollten(denen sind Motorräder zu schnell, zu laut, zu wendig) oder daß sie eine Sorte von Leuten sind, die sich kein Auto leisten können, also fahren sie ein Motorrad. Bei Pausen kommt es vor, immer dieselben Fragen zu hören: wie schnell ist ihr Bike, wie teuer, wie stark in PS/KW.

Laster, Pkw, SUV und alles was noch Räder hat bewegen sich nach dem Motto “der größere hat Vorfahrt”.

Manche Fahrer “erwarten” daß ein Motorrad am rechten Straßenrand fährt, aber macht daß niemals, für manche Pkw-fahrer ist der “rechte Straßenrand” immer ein bisserl weiter Rechts. Motorräder haben denselben Anspruch auf die Straße wie jedes andere Fahrzeug. Außerdem, die bösartigsten Schlaglöcher, Schlammpfützen, Sandstreifen und Ölpfützen gibt es auf den rechten Straßenrand!

4.Diebstahl, Betrug und Abzokerei-   Vorsichtsmaßnahmen!

Bitte ziehen sie in Betracht daß Rumänien in vergleich mit Deutschland oder Österreich ein armes Land ist. Ein “reicher” Mensch in RO lebt wie ein deutscher Durchschnittsbürger, und 1000 e als Monatslohn ist die Ausnahme.

Sie fahren durch RO auf einem Motorrad dessen Kaufpreis vielleicht auch das vielfache eines Jahreseinkommen einer armen Rumänischen Familie darstellt. Photokamera, ein PC-Tablet, ein Ipad/Iphone oder ihr NAVI – Gerät sind ihre paar hundert euros Wert. Durchschnittlohn liegt in RO aus Lei umgerechnet bei etwa 270-350 euro. Ein Lehrer verdient kaum 200 e, ein Arzt im Staatlichen System maximal 400-500 e.

Also, es ist ratsam, mit der neuen BMW GS 1200 oder Custom- Harley Davidson, der teueren Ausrüstung und den tollen Urlaubausgaben nicht zu protzen. Bescheiden bleiden und sich aber nicht auf abzokereien einlassen ist der beste Weg, eine gute und ruhige Reise zu machen.

Niemals auf “Superangebote” eingehen, wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, dann ist es meistens auch so. Sie machen Urlaub, also sind kein Investor und machen kein Business-trip. Also keinen “echten Goldring” auf der Straße kaufen, keine großen Summen euro für einen “Mega-günstigen Wechselkurs” bei privaten Personen wechseln, keine große Spenden an “krebskranke” Leute die “Briefe” oder “Ausweise” von Krankenhäuser oder “Kirchen” mitführen. Keine Art Glückspiel auf der Straße eingehen. Es gibt ofiziell zugelassene Casinos, mit Roulette, Black Jack und Pokermaschienen dafür! Prostitution ist theoretisch illegal, aber die hiesige Weiberschaft sieht gut aus, ist liberal eingestellt und offen an kontakte mit ausländischen Partner.

An Bettler besser keine Almosen aushändigen. Der größte Prozent davon sind zwar gequälte Seelen und arme und kranke Menschen (in hohen Alter oder in früher Kindheit) aber das Geld daß sie ihnen geben kommt an die Bettlermafiabosse, also machen sie kaum jemandem ein Gefallen. Wenn sie ein ruhiges Herz wollen, machen sie eine Spende an einer Kirche oder an einer Stifftung oder NGO.

Von mir wurde niemals in Rumänien was gestohlen, entweder vom Bike, aus dem Zelt, oder vom Hotelzimmer . Nicht zu erwähnen daß mir niemals das Bike gestohlen wurde, und nicht weil ich RO-Nummerschield habe, sondern weil 99% der Autodiebe so eine Maschiene nicht fahren können. Gegen einen Profi-Bikeklau hab ich auch keine Chance! Also Diebstahlgefahr ist auf Europäischem Niveau, nicht besser und nicht schlechter als in Italien, Spanien oder Frankreich. Profesionelle Autodiebe gibt es überall auf der Welt, und Taschendiebe auch.

Also vesaut euch nicht den Urlaub mit kranker Diebstahl-paranoia, aber es ist empfehlungswert auch kein leichtsinniges 100%-ges Vertrauen an unsere Mitmenschen auszuüben. Eine DSLR – Kamera lässt man NICHT auf dem Motorradsitz liegen, wenn man eben in einer Bar ein Kaffe geniesst. Die ist dann weg, in RO so wie auch in Berlin oder London.

Medien machen ganz schönes Geld, wenn sie über Rumänen die im Westen sich verbrecherisch behalten Bericht erstatten. Hohe Audienz-Zahlen bringen   fettes Werbungsgeld für BBC so auch wie für RTL oder TV France. Diese Seiten die sie eben lesen richten sich an Leute  mit eigenen Kopf, und Zeitungen und Tabloid-medien seid ihr schon daran gewohnt, die leben aus Übertreibungen und katastrophenmäsigen Berichte. Denken sie nur an den 2013 Pferdefleischskandal, und an den Gurkenbakterienskandal davor, aber an den nächsten Medien- Skandal auch!

Ja, es gibt eine Minderheit (Ziegeuner und arme Leute) die fürs überleben betteln, Prostitution und Drogen anbieten , Diebstahl begehen  und sich asozial benehmen. Aber die Art Menschen bewohnen kaum die Gegenden die ihr durchfahren werdet, Tourismus und Sehenswürdigkeiten sind nicht so ihr Zeug. Übrigens sind 80% davon nach Italien, Spanien und Paris gezogen, und manche von ihnen sorgen von dort für schokierende Schlagzeilen in TV und Medien. Und überhaupt haben sie nichts verloren in manchen Städten und Orte, wo Armut oder Soziale Plagen zum Verbrechen führen. Rumänien ist nicht sicherer oder unsichrerer als z.b.  der Süden Italiens, Frankreich, Griechenland,  Holland oder Spanien.

Rumänien ist auch ein Land der Gegensätze. Reisende aus alten und neuen Zeiten haben sich das gemerkt und es auch in Tagebücher oder Reiseberichte erfaßt. Neu und alt, arm und reich, westlich und östlich reiben die Schultern fest einander  und geben dem Ganzen ein besonderes Licht und einen würzigen Geschmack.

Ein sicherer und errinerungswerter Motorradurlaub kommt 90% von der positiven Einstellung des Fahrers, und nicht von den Örtlichen bedingungen. Rumänien kann einem viel bringen, und da ist Abenteuer auch dabei. Es ist ein feiner unterschied zwischen Abenteuer mit Fahrspaß und gehirnlos Risiken eingehen. Behalten sie immer in Sinn, daß sie ja in Rumänien Urlaub machen und für Spass unterwegs sind, dann kommen alle oberen “Gefährlichkeiten” von der leichten Seite her, und machen ihnen den Motorradurlaub bunter und lustiger!