Die Walachei, rumänisch Valahia; Țara Românească oder Țara (deutsch etwa ‚Rumänisches Land‘) ist eine historische Region im Süden des heutigen Rumänien.Die Walachei, als historische Landschaft, setzt sich aus der Kleinen Walachei (Oltenia) im Westen und der Großen Walachei (Muntenia) im Osten zusammen.

Vom Standpunkt des Motorradfahrers hat die weite Ebene der Walachei wenig zu zeigen. Armut in Dörfer, Koruption in Verwaltung und jahrhunderte langer türkischer Einfluss machen diesen Landteil Rumäniens zu einer Zone, wo Tourismus und Kultur am niedrigesten Punkt liegen.

Die Walachei wird im Norden von den Südkarpaten und im Süden von der Donau, die gleichzeitig die Grenze zu Bulgarien ist, begrenzt. Der Fluss Olt teilt sie in die Große Walachei (Muntenia) im Osten und die Kleine Walachei (Oltenia) im Westen. Die größte Stadt der Walachei ist die rumänische Hauptstadt Bukarest.

Der einzige wichtige urbane interesante Punkt in der Wallachei ist Bukarest, eine überfüllte und überbaute Milionenstadt, die noch mit den Folgen des komunismus und der Ceausescu – diktatur ringt.

Bukarest liegt im Zentrum der Walachischen Tiefebene 68 Kilometer nördlich der Donau und 280 Kilometer westlich des Schwarzen Meeres. Die Stadt wird von der Dâmbovița durchflossen; ihr Nebenfluss, die Colentina, bildet im Norden der Stadt eine Kette von neun natürlichen Seen

Bukarest (rumänisch: București) ist die Hauptstadt Rumäniens. Sie ist mit fast 1,9 Millionen Einwohnern und einer urbanen Agglomeration von 2,2 Millionen Einwohnern die sechstgrößte Stadt der Europäischen Union.Nachdem Bukarest 1659 Târgoviște als Landeshauptstadt endgültig abgelöst hatte, wurde es zum politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt der Walachei und später von Rumänien. Die Stadt verfügt über mehrere Universitäten, verschiedene andere Hochschulen sowie zahlreiche Theater, Museen und weitere Kultureinrichtungen. Die kosmopolitische Hochkultur und der dominierende französische Einfluss in der Architektur der Stadt brachten ihr den Beinamen Micul Paris („Kleines Paris“, auch „Paris des Ostens“) ein.

In der Amtszeit des rumänischen Diktators Nicolae Ceaușescu wurden weiträumig historische Stadtviertel zerstört, um dem monumentalen Zuckerbäckerstil des Diktators Platz zu machen. In den vier Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Stadt um mehr als das Doppelte ihrer Einwohnerzahl. Vor allem in den peripheren Bereichen wurde Bukarest zu einer riesigen Baustelle. Die Stadtfläche verdreifachte sich in dieser Zeit auf 21.700 Hektar. Es zog insbesondere Bauern in die Stadt, die hier in den großen Industriebetrieben ihre neuen Arbeitsplätze fanden. Sie brachten ihre ländliche Lebensweise in die Millionenstadt mit und bestimmen ihr Bild bis heute. Um der starken Wohnungsnachfrage entsprechen zu können, setzte die kommunistische Staatsführung ein umfangreiches Wohnungsbauprogramm in Gang. Als   1960-1970 erbaute Hausungen für die Arbeiterklasse stehen heute hunderte von graufarbigen 4, 8 und 10 Stock hohe Betonplattenbauten da, und bilden die Skyline der Stadt in fast jeder Himmelsrichtung.

Das Stadtbild von Bukarest ist geprägt von einer vielfältigen Architektur mit einem bunten Stilgemisch auf engem Raum. Nach dem türkischen Sultanat wandte sich die Architektur westlichen Bauarten zu. Vorbilder waren Paris und die österreichische Monarchie. Neben Palästen im französischen eklektisch-akademischen Stil des ausgehenden 19. Jahrhunderts stehen Villen im neurumänischen Brâncoveanu-Stil des beginnenden 20. Jahrhunderts, der orientalische und italienische Baumotive in sich vereinigt. Kleine ländliche Häuschen ducken sich zwischen Blöcken im Bauhaus-Stil der 1930er-Jahre und typischen sozialistischen Plattenbauten aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Hinzu kommt der Zuckerbäckerstil aus den letzten Amtsjahren Nicolae Ceaușescus.

Zentrum dieses neuen und noch immer nicht fertiggestellten Stadtteils ist das ehemalige „Haus des Volkes“,. Heute befinden sich in dieser gigantischen Stufenpyramide das rumänische Parlament, Tagungszentren und ein Museum. Nebenan wird Ende 2015 die größte orthodoxe Kathedrale Rumäniens, die Kathedrale der Erlösung des Volkes fertiggestellt. Die Altstadt liegt zwischen dem Platz der Vereinigung (Piața Unirii), dem Cișmigiu-Park, der Nationaloper und dem Platz der Revolution. Ein Fünftel der Altstadt wurde abgerissen, um Platz für das neue sozialistische Zentrum, das Centrul Civic, zu schaffen. Kilometerlange Boulevards (vor allem der Boulevard Unirii, der um 60 Meter länger als die Avenue des Champs-Élysées ist), gesäumt von neostalinistischen Wohnblöcken für die Nomenklatura, sowie verzierte Springbrunnenanlagen prägen hier das Bild.

Das Srassenetzwerk in Bukarest ist ein Gewebe von alten kleinen Gassen und neue 2 und 3 spurige Strassen, meistens durch die Planung vom komunistischem Diktator Ceausescu entstanden. Für die heutigen Automassen ist in Bukarest nichts in genügenden Mengen da, entweder Fahrbahnen, noch Parkplätze. Verkehr ist chaotish, überfüllt und Parkplätze sind schwer zu finden. Zigeunerstrassenkinder verdienen sich „Taschengeld“ indem sie Parkplätze frei halten für zahlende Autofahrer, aber die paar Groschen die sie kriegen kommen an ihre Eltern, und manchmal geht es eigentlich um Geldeintreiben, dass das Auto oder Moped vor ihnen selbst „sicher“ bleibt.

Bukarest hat ein grosses Streuhunde problem, nach letzten Zählungen sollten es ungf 60 000 frei laufende verwildert Hunde geben, fast jedes Jahr sorgen sie für Schlagzeilen , und auf alltagbasis bringen sie zusammen mit Ratten und Ungeziefer zu einen in Sommer besonders scharfen Geruch und Stimmung in der übervölkerten Grossstadt.

Bukarest ist End und Ausgangspunkt für 2 Autobahnen(A 1 und A 2) , aber an der Ringstrasse der Stadt muss noch viel gemacht werden. Es ist immer noch besser, durchs Zentrum zu fahren wenn man durch Bukarest fahren will, auf der Ringstrasse ist die Hölle los – in die Innenstadt dürfen wenigstens nicht die grossen LKW-s rein.

Die Lipscani-Zone (deutsch: Leipziger Zone) ist eine Straße und ein Bezirk in der Nähe der Piața Unirii. Der Bezirk war im Mittelalter eine wichtige Handelszone. Die erste urkundlich erwähnte Gasse Bukarests hieß zunächst „Große Gasse beim alten Fürstenhof“ und später „Deutsche Gasse“. Ihr heutiger Name stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Damals standen dort Läden von meist siebenbürgischen Händlern, die Waren aus Leipzig anboten. Die mittelalterliche Architektur ist heute noch erhalten. Zurzeit werden dort neue archäologische Funde gehoben. Heute gibt es in der Lipscani-Zone eine große Konzentration von Cafés und Bars. Zu den ältesten Boulevards Bukarests gehört außerdem die Calea Victoriei. Die von dem Herrscher Brâncoveanu gebaute Straße verbindet die Piața Splaiului mit der Piața Victoriei. Sie wurde errichtet, um eine gerade Zufahrt zum Mogoșoaia-Palais zu haben. Ihren jetzigen Namen erhielt sie im Jahre 1877 zum Gedenken an den Sieg der rumänischen Armee im Unabhängigkeitskrieg. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde diese Verkehrsader der Stadt fast ausschließlich von den Landesherren und den Hofleuten benutzt. In der Calea Victoriei reihen sich Paläste und Prachtbauten wie der Cantacuzino-Palast (heute das Museum von George Enescu), das Ateneul Român (Rumänisches Athenäum) oder das Palatul Regal (Bukarester Königschloss) aneinander.

Der Bulevardul Unirii (Boulevard der Einheit) ist der heutige Name des früheren Boulevard des Sieges des Sozialismus, den der rumänische Diktator Nicolae Ceaușescu in den 1980er-Jahren anlegen ließ.

Eins der wenigen aber immer wieder vermarkteten Gründe um Bukarest zu besuchen ist das „Haus des Volkes“. Der Parlamentspalast in der rumänischen Hauptstadt Bukarest, früher als „Haus des Volkes“ (Casa Poporului) bekannt, ist das größte Gebäude Europas und eines der größten der Welt. Das Gebäude wurde von 1983 bis 1989 nach den Vorstellungen des diktatorisch regierenden rumänischen Staatspräsidenten Nicolae Ceaușescu errichtet; die offizielle Grundsteinlegung fand am 25. Juni 1984 statt. Die Architektin des Gebäudes Anca Petrescu (1949–2013) gewann den Wettbewerb für den Palastbau gleich nach Abschluss ihres Studiums im Alter von 26 Jahren und blieb nach der Fertigstellung Hauptverantwortliche für dessen Ausgestaltung. Um Platz für das Bauwerk der Superlative zu schaffen, zu dessen Gesamtkomplex auch weite Teile neuer Plätze und Alleen gehören, wurden Ende der 1970er Jahre teilweise historische Wohnhäuser mit rund 40.000 Wohneinheiten, ein Dutzend Kirchen und drei Synagogen abgerissen, ganze Teile der Altstadt wurden zwangsgeräumt. Der Bau beschäftigte mehr als fünf Jahre lang 700 Architekten und 20.000 Arbeiter. Seine Grundfläche beträgt 65.000 m², die bebaute Fläche 365.000 m² – im Vergleich dazu: das Pentagon hat 610.000 m². Nach dem Pentagon ist es das zweitgrößte Verwaltungsgebäude der Welt. Die größte Galerie des Gebäudes ist 150 Meter lang und der größte Saal ist 16 Meter hoch und 2200 m² groß. Die Baukosten sind nur schwer zu beziffern, in einer Schätzung ist von umgerechnet ungf. 3,3 Milliarden Euro die Rede, was bis zu 40 Prozent des jährlichen Bruttosozialprodukts des damaligen Rumäniens entsprach. Das Monstergebäude hat nicht nur massenhaft Geld gekostet, sondern auch eine noch nicht bekannte Anzahl von Menschenleben. Das kam daher, dass während der Bauarbeiten alles nur auf schnelle Leistung und nicht auf Bausicherheitsvorschriften angewiesen war, unter dem druck des damals auf diktatorweise regierenedem Ceausescu. Stilistisch wird der Parlamentspalast zum Neoklassizismus gerechnet. Seine Monumentalität weist ihn jedoch als reine Herrschaftsarchitektur aus und sprengt jeden bisher gekannten Rahmen der klassizistischen und neoklassizistischen Vorbilder. Der britische Historiker Tony Judt sah den Palast als eine monströse Metapher für maßlose Tyrannei.

Als aufenthalt während einer Rumänienreise kann Bukarest zudem interesant wirken, und die Stadt bietet gute Hotels und Restaurants, bunte Strassenbilde und ein hektisches und lautes Alltagsleben. Es ist aber empfohlen, mal tiefer als in Rumänien üblich in die Tasche zu greifen, sich ein hochrangiges Hotel mit geschlossenem Parkplatz auszusuchen und beim Strassenbummel besser ein Taxi oder die Strassenbahn zu verwenden.